Im Diskurs um zeitgemäße Bildung fällt es mir offen gesagt ziemlich schwer, mich vollständig auf eine Seite zu positionieren, da ich selbst von mir berichten kann, eine Bildung fast vollständig ohne digitale Medien und deren Vor- beziehungsweise Nachteile genossen zu haben. Ob diese Art von Bildung zum damaligen Zeitpunkt zeitgemäß war, sei dahingestellt. Außer Frage steht auch, dass ich zum aktuellen Zeitpunkt definitiv eine andere Art von Bildung, eine eindeutig digitalere Bildung, genießen darf. Welche dieser beiden Methoden, ob die traditionellere Variante mit Stift und Papier, oder die digitalere Variante mit Hilfe sozialer Medien, nun die „bessere“ Bildungsmöglichkeit ist, kann und möchte ich nicht entscheiden. Aufgrund dessen bezieht sich mein Standpunkt im Bezug auf zeitgemäße Bildung eher auf einen Mittelweg zwischen beiden „Extremen“, der diese versucht zu vereinen und bedarfsorient entscheidet, wann es von Nöten ist, sich eher in eine der beiden Richtungen zu wegen und wann nicht. Denn in meinen Augen kann, wenn das richtige Verhältnis besteht, die traditionelle Bildung von der digitalen Bildung profitieren. Und auch umgekehrt ist dies möglich.

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